Übernahmen – geeignetes Mittel zur Steigerung der Innovationskraft in der Chemie- und Pharmaindustrie?

13.12.2016

Frankfurt am Main, 8. Dezember 2016 – In der chemischen und pharmazeutischen Industrie zeichnet sich seit geraumer Zeit ein klarer Übernahme-Trend ab. Fast 60 Prozent der Unternehmen in diesem Bereich waren kürzlich an M&A-Prozessen aktiv beteiligt. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung BearingPoint, für die im November 80 Führungskräfte aus der Chemie- und Pharmabranche befragt wurden. Als nachhaltige Alternative zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit dienen laut Studie Kooperationen mit Start-ups und Inkubatoren.

Übernahmen als Innovationstreiber
Eine Erklärung für die steigende Anzahl der Akquisitionen ist laut Studie die Tatsache, dass dabei neben dem reinen Wachstum und der Erschließung neuer geographischer Märkte auch der Wunsch nach der Stärkung der Innovationskraft und somit die Sicherung der Zukunftsfähigkeit eine entscheidende Rolle spielt. 52 Prozent der befragten Führungskräfte sehen M&A-Deals als geeignetes Mittel, die Innovationskraft der eigenen Organisationen zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es jedoch, einige Aspekte zu beachten.

Das Bewahren der Unternehmenskultur im Zuge der Übernahme ist essentiell zum Erhalt der Innovationskraft. Dass bei der Akquisition eines dynamischen, innovativen Unternehmens die Kultur erhalten bleiben muss, glauben auch über 70 Prozent der Studienteilnehmer. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht das Übertragen klassischer Konzernstrukturen und -prozesse auf die erworbene Firma als klare Gefährdung für eine nachhaltige und erfolgreiche Integration. Eine weitere Herausforderung in diesem Prozess sind für 75 Prozent der Befragten die oft langsamen und unklaren Entscheidungswege des erwerbenden Unternehmens. Und immer noch die Hälfte sieht intransparente Konzern-Governance als klares Integrationshindernis bei Akquisitionen.

Die Alternative zu M&A
Übernahmen von kleinen und mittelgroßen Unternehmen sind jedoch nur eine Möglichkeit zur Steigerung der Innovationskraft. Als eine Alternative gilt die gezielte Investition in Start-ups bzw. Inkubatoren. Über 50 Prozent der Studienteilnehmer stehen dieser Kooperationsform offen gegenüber. Nur für jeden Fünften stellt die Investition in kürzlich gegründete Unternehmen grundsätzlich keine Alternative zu M&A-Deals dar. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind interne Innovationsleistungen. Etwa jeder Zweite der Befragten glaubt, dass Innovationen eher durch eigenes Potenzial vorangetrieben werden.

„Die Zusammenarbeit mit kleinen, dynamischen Unternehmen zu Zwecken der Innovationssteigerung ist bisher ein neuer, wenig erprobter Ansatz in der Chemie- und Pharmaindustrie, aber klar auf dem Vormarsch. Start-ups bringen frische Ideen und fördern die Weiterentwicklung von Großunternehmen. Um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte sich ein Unternehmen sowohl mit klassischen M&A-Transaktionen als auch mit alternativen Investitionsformen auseinandersetzen. Dabei ist es erfolgsentscheidend, für jedes Unternehmen individuell die beste Form auszuwählen und systematisch umzusetzen“, kommentiert Jens Raschke, Partner bei BearingPoint.

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Über die Studie
Für die Studie „Mergers & Acquisitions – ein geeignetes Mittel zur Steigerung der Innovationskraft in der chemischen und pharmazeutischen Industrie?“ wurden im November 80 Führungskräfte aus der Chemie- und Pharmabranche befragt. Nahezu die Hälfte der Unternehmen, in denen die Befragten tätig sind, beschäftigen über 5.000 Mitarbeiter und weisen einen jährlichen Umsatz von über 500 Millionen Euro auf.

Die Studie ist unter dem folgenden Link verfügbar: http://www.bearingpoint.com/de-de/adaptive-thinking/insights/mergers-and-acquistions/  

Über BearingPoint
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