Nächstes Auto. E-Auto!

27.07.2017

Frankfurt am Main, 5. Juli 2017 – Die Anzahl an Elektroautos auf deutschen Straßen ist aktuell noch sehr gering. Allerdings sind Potenzial und Interesse an Elektromobilität in Deutschland entgegen der weitläufigen Meinung groß – etwa zwei Drittel der Studienteilnehmer ziehen beim Autokauf Elektrofahrzeuge in Betracht oder schließen sie nicht aus. Worin besteht jedoch die Diskrepanz zwischen Interesse und Kaufentscheidung und was muss seitens Industrie und Politik getan werden, um das bestehende Potenzial auszuschöpfen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die aktuelle Studie zum Thema Elektromobilität der Unternehmensberatung BearingPoint und PP:AGENDA, eine der führenden Kommunikationsagenturen für eMobility. Hierfür wurden 500 Deutsche befragt, die innerhalb der nächsten zwölf Monate die Anschaffung eines neuen Autos planen.

Erheblicher Informationsbedarf zu öffentlichen Fördermitteln

Größtes Hindernis zur Entwicklung der Elektromobilität scheint unter den potenziellen Käufern vor allem mangelnder Informationsfluss über Vorteile und Angebote zu sein. Die Mehrheit fühlt sich über Elektroautos nicht gut informiert. Am besten schneidet bei 42 Prozent der Befragten noch das Thema Reichweite ab. Die größte Unsicherheit besteht hingegen für über zwei Drittel beim Umfang der staatlichen Förderung und bei den Verbrauchswerten.

Trotz bestehender staatlicher Strukturen fehlt es an einer konsistenten, übergreifenden Kommunikation zu Fördermöglichkeiten für Elektroautos. Auch die Umweltprämie ist bei weniger als der Hälfte der potenziellen Käufer bekannt. Lediglich 38 Prozent sind mit der Befreiung von der Kfz-Steuer vertraut. Und kaum einer der Befragten kennt weitere Förderungsmöglichkeiten wie Steuervorteile beim Laden oder KfW-Kredite. Die öffentlichen Fördermittel könnten jedoch zum entscheidenden Kauf-Kriterium für E-Autos werden. Knapp 90 Prozent bestätigen, dass Umweltprämie oder Befreiung von der Kfz-Steuer ihre Kaufentscheidung positiv beeinflussen würden.

„Der Elektromobilitätsmarkt in Deutschland steckt immer noch in den Kinderschuhen. Um die großen Potenziale besser auszunutzen, sind Kooperationen und einheitliche Ansätze verschiedener Akteure aus der Automobilindustrie, Politik, Energieversorgung und dem Einzelhandel nötig. Neben dem Ausbau der technischen Infrastruktur ist eine effektive, transparente und nachhaltige Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung entscheidend“, kommentiert Matthias Loebich, globaler Leiter Automotive bei BearingPoint.

Ladeinfrastruktur, Reichweite und Kaufpreis weiterhin größte Stolpersteine

Ebenso wünschenswert wären allerdings mehr Informationen zu technischen Rahmenbedingungen und der verfügbaren Ladeinfrastruktur. Knapp ein Drittel der Deutschen weiß zu wenig über verfügbare Modelle, Lademöglichkeiten, Ladedauer und Verbrauchswerte.

Für 73 Prozent wird die Kaufentscheidung durch die augenscheinlich schwach entwickelte Ladeinfrastruktur negativ beeinflusst. Die klassischen Argumente hinsichtlich zu geringer Reichweite und hohem Kaufpreis stellen für zwei Drittel eine Barriere für den Kauf eines E-Autos dar. Ins Blickfeld kommt aber auch zunehmend das Thema Ladedauer. 59 Prozent der Befragten sind mit der langen Ladedauer unzufrieden. 50 Prozent der potenziellen Käufer werden zudem von den intransparenten Betriebskosten abgeschreckt.

Eine positive Entwicklung ist im Sicherheitsbereich zu sehen. Lediglich ein Fünftel der Befragten hat Sicherheitsbedenken und vertraut der Technologie nicht. Allerdings muss das Design von Elektroautos noch verbessert werden. Denn nur etwa 25 Prozent finden die verfügbaren Modelle ästhetisch ansprechend.

Attraktiver Markt für Zusatzangebote & Produktbündelung

Der Elektromobilitätsmarkt bietet zudem Möglichkeiten für Zusatzangebote. Attraktive und leicht zugängliche Produktbündelung könnten die Marktdurchdringung von E-Autos fördern. Die aktuelle Studie unterstreicht die Relevanz von Angeboten wie Vergünstigungen im Einzelhandel, Energieversorgung für das Eigenheim und Ökostrom. 70 Prozent der Befragten zeigen beispielsweise großes Interesse an einer bundesweiten Ladekarte.

„Die Umfrage zeigt eindeutig: Viele Bürgerinnen und Bürger liebäugeln bereits mit einem E-Auto. Dies ist genau der richtige Moment, überzeugende Angebote in der Stadt und auf dem Land für Kauf, Leasing und Sharing anzubieten. Umsteigen auf E-Fahren mit erneuerbaren Energien heißt auch Kommunikation, Marketing und Vertrieb neu zu denken“, ergänzt Rolf Miller, CEO bei PP:AGENDA.

Über die Studie

An der quantitativen Befragung nahmen 500 Personen aus Deutschland teil, die innerhalb der nächsten zwölf Monate die Anschaffung eines neuen Autos (Neu- oder Gebrauchtwagen) planen. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit PP:AGENDA durchgeführt. Die Kooperation unterstützt das Ziel, Deutschland zum führenden Markt und Anbieter für Elektromobilität zu machen.


Die Studie ist unter diesem Link verfügbar. 

Infografik E-Mobility

Anmerkung Grafik: Bei Bedarf lassen wir Ihnen die Bilddateien gerne in höherer Auflösung zukommen.

Über PP:AGENDA GmbH
PP:AGENDA ist eine der führenden Kommunikationsagenturen im Bereich Elektromobilität und Digitale Gesellschaft/Digitale Bildung, Public Marketing in Deutschland, mit Sitz in Frankfurt und Berlin. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der strategischen und operativen Gesellschaftskommunikation für Kunden aus Politik und Wirtschaft, entwickelt und verantwortet die Agentur seit 2010 die Kampagnen ePendler, eFlotte und eKommunal, in enger Kooperation mit Bundes- und Landesministerien, Kommunen, Fachverbänden, Automobilherstellern, Energieversorgern, Ladeinfrastrukturanbietern und regionalen Interessensgruppen.

Weitere Informationen sind verfügbar unter www.pp-agenda.de

Pressekontakt
Amelie Pohl
Managerin Kommunikation│Marketing
Tel.: +49 69 2400880
E-Mail: a.pohl@pp-agenda.de

Über BearingPoint

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